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Grundwasser bewegt sich entlang von Wasseradern
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Das, durch den Niederschlag gespeiste, Grundwasser bewegt sich absolut gleichmäßig verteilt in den Gesteinshohlräumen. In Lockergesteinen, wie z.B. Sande sind das die Poren zwischen den einzelnen Sandkörnen, in Festgesteinen, wie z.B. Kalkstein, nutzt das Wasser natürliche Klüfte (Risse) im Gestein.

Das Wasser sickert durch die Schwerkraft also so lange ab, bis es auf eine sperrende Schicht, z.B. Ton oder Salzgestein trifft. Dann fließt es überhalb dieser Schicht unterirdisch, dem natürlichen Gefälle folgend, zum nächsten Vorfluter (Bach, Fluß).

Es gibt allerdings keinen Mechanismus, der das Wasser bewegen würde sich nur entlang von Wasseradern zu bewegen. Natürlich finden die berühmten Wünschelrutengänger immer Wasser, der Untergrund ist ja flächenhaft erfüllt davon, aber es spielt, von Spezialfällen abgesehen, keine Rolle, ob man dann 5 Meter weiter rechts oder links seinen Brunnen anlegt.

Also: Grundwasser kommt praktisch überall vor, wenn auch in unterschiedlichen Tiefen. Die Wissenschaft der Hydrogeologie beschäftigt sich mit diesem Themenkomplex und die gesamte Trinkwasserversorgung zivilisierter Länder baut darauf auf. Trotzdem sind die Wasseradern und Wünschelrutengänger nicht aus den Köpfen zu bekommen.

Literatur: HÖLTING, B.W.(1996): Hydrogeologie: Einführung in die allgemeine und angewandte Hydrogeologie; Enke Verlag, ISBN 3-432-90795-8

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