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Tsunamis bewegen sich mit 800km/h
Ammenmärchen von Danny

Unsere Medien wollten uns nach der Flutkatastrophe vom 26.12.2004 immer wieder weiss machen, dass sich ein Tsunami mit 800km/h fortbewegt. Ohne die schreckliche Zerstörungskraft eines Tsunami zu verharmlosen, muss dies mal richtig gestellt werden:

Ein Seebeben löst seismische Transversalwellen aus, die sich, vergleichbar mit der Schwingung einer Gitarrensaite, entlang der Grenzschicht zwischen Wasser und Meeresboden ausbreiten, nicht aber, wie oft behauptet, der Oberfläche entlang. Nur diese Wellen können sich so schnell ausbreiten.
Trift eine solche seismische Welle auf flache Küstengebiete, baut sich ihre Energie ab, indem sie ihren Impuls an das Wasser abgibt. Dies erfolgt vertikal (das Wasser türmt sich auf) und horizontal in Ausbreitungsrichtung (das Wasser fliesst gegen das Land). Erst dann spricht man vom eigentlichen Tsunami, der sich etwa mit 50km/h ausbreitet.

Auch die Erkärung, dass das Anheben des Meeresbodens das Wasser verdrängt und dieses dann gegen Land fliesst, mag nicht zu befriedigen. Die Auslenkungen des Meeresbodens sind immer Auf- und Abbewegungen die sich im Mittel nahezu aufheben (Schwingungen). Es kann also kaum Wasser verdrängt werden (eine Welle beruht sowieso auf Impulsübertragung und nicht auf Materialtransport) . Das Beben ist zwar auch auf der Oberfläche über dem Epizentrum in Form von erhöhtem Wellengang wahrzunehmen, mit dem eigentlichen Tsunami hat dies aber wenig zu tun.

Quelle: Eigenrecherche

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